Brigitte Conrad

Wie kommt frau zum Ton?

Die Keramikerin im Sanatorium Bellevue in den 80iger Jahren hat mein Interesse am Ton geweckt. Auf einer Töpferscheibe mit Fussantrieb machte ich meine ersten Drehversuche. Unzählige Zylinder gedreht, aufgeschnitten, zusammengedrückt und wieder von vorne beginnen. Dies lehrte mich, genau zu arbeiten und immer so gut ich es konnte, die momentane Grenze ausloten. Später prägte mein Schaffen der Keramiker Walter Ulrich. Viele Jahre durfte ich das offene Atelier und seine Kurse besuchen. Dann kam die Zeit des Modellierens – das Raku-Brennen fast die logische Folgerung. Hoch über dem Tal der Landquart, wo die Leute tolerant sind, konnte ich mich mit Freundinnen dem Rauch und Feuer widmen. Ein kreativer Gestaltungsprozess setzte ein, der sehr spannend war.

Die Zeiten ändern sich, es ist Zeit für ein Atelier. Kleine gemeinsame Ausstellungen spornen an, Neues zu entwickeln, auszuprobieren, experimentieren, wenn mit Erfolg, freut man sich, wenn nicht, hat frau was gelernt.