
Da ich schon als Kind Freude hatte am Spielen und Formen mit Sand/Ton und Plastilin, fand meine Mutter, dass der Pro Juventute Keramik-Kinderkurs das Richtige für mich sei. Wie recht sie hatte. Von 7 bis 19 Jahren war ich jeden Mittwoch Nachmittag mit Begeisterung dabei. Da es in diesem Kurs natürlich keine Drehscheiben gab, lernte ich von klein auf Gefässe und Aehnliches ganz archaisch mit der Wulsttechnik von Hand aufzubauen. Dieser Technik blieb ich treu bis heute und verfeinerte und perfektionierte sie über die Jahre.
Bis heute hat das Material Ton mit seinen unerschöpflichen Möglichkeiten nichts von seiner Faszination für mich eingebüsst. Da ich gerne grossflächigen Kontakt mit meinen Händen zum Ton habe, stelle ich lieber grosse Objekte her. Der Arbeitsprozess erfordert eine entspannte Konzentration. Wenn man nicht 100% bei der Sache ist, rächt sich das spätestens nach dem Brand. Der Ton vergisst nichts und nachlässiges und unachtsames Arbeiten verzeiht er nicht.
Ich arbeite meistens mit einem leicht schamottierten Steinzeugton, der hoch gebrannt wird (ca. 1250 Grad). Die Arbeiten werden glasiert oder im Rohzustand mit Engobe bemalt und poliert. Häufig gibt es auch eine Kombination der beiden Verfahren.
